2018 PARALLELWELTEN

PARALLELWELTEN TRILOGIE

Sinnsuchend und hinterfragend stand die Frage dessen was bleibt, wenn man die Bühnen der Welt hinter sich lässt. Können Filme konservieren, festhalten was auf der Bühne passiert? Können Emotionen konserviert werden? Ein Spiel mit Grenzen und Normen, aber auch die Abkehr von eigenen festgesetzen Regeln.


«Parallelwelt» – ist eine Geschichte über die Zeit. Es gibt Kunst, die konserviert, die auch nach dem Tod des Künstlers vor Augen und in der Seele bleibt Filme, Bilder, Bücher… Das Theater dagegen baut auf den Augenblick, auf den Moment des Auftritts – nur im hier und jetzt. Nach dem Weggang des Künstlers, kann keine Form der Aufzeichnung, egal ob Video oder Foto oder noch etwas Neues, die lebendige Energie eines Stückes wiedergeben.

Anton Adasinsky

Gemeinsam mit jungen Nachwuchstänzern entstand im Rahmen des Retrospektive Festivals 25 Jahre Tanztheater DEREVO in Dresden die Trilogie Parallelwelten:

Von und mit: Anton Adasinsky
Video und Bild: Andrej Gladkih
Musik und Ton: Vyacheslav Gaivoronsky, Grischa Schmidko
Licht und Bühnendesig: Elena Yarovaya, Oleg Strashkin
Auf der Bühne: Elena Rusina, Dasha Rakina, Anna Finko, Alisa Kilish, Paulina Staniaszek, Leonid Nechaev


Glück auf Kredit

„Glück auf Kredit” ist ein unwahrscheinlich kompliziertes Stück. In einen im Hintergrund laufenden Film werden Livebilder einer auf der Bühne mittanzenden Minikamera integriert. Zeitgleich zu dieser doppelten filmischen Abbildung werden Sie den Haupthelden und seine Mittänzer mit ihren lebenden Aktionen auf der Bühne erleben. Im Hintergrund werden Texte aus Anton Adasinskys Buch „Rakuschka” (dtsch. Muschel) zu hören sein. Somit sind also schon vier Wahrnehmungsebenen angesprochen. Der großartige Trompeter Slava Gajvoronskij wird diese komplizierte Handlung mit seiner verzaubernden Musik zu einem Gesamtbild verbinden.


Sinn der Liebe

„Sinn der Liebe” ist ein Maximum an körperlicher Arbeit und gleichzeitig einem Minimum an Dingen und Dekorationen. Dieses Stück ist Energie, Körperwahrnehmung, Eintauchen in die verborgenen Welten des Unterbewusstseins, also die Dinge die DEREVO immer bevorzugte. Grischa Schmidko und Slava Gajvoronskij spielen „Musik der Sphären”.


Das Urteil

„Das Urteil” ist ein Fest! Das was nur Frauen tun können und nur sie! Verwegenheit, Unbekümmertheit, Freiheit mit Risiko für Körper und Geist. Auf der Bühne befinden sich alle Teilnehmer des Festivals. Musik von Anton Adasinsky und Slava Gajvoronskij. An diesem Tag schließt sich der Kreis der Trilogie und genau an diesem Tag fügen sich alle drei Teile zu einem großen Ganzen zusammen.


Rückblickende Eindrücke und bleibende Einblicke

Theater machen ist mehr als die reine Bühneproduktion. Es ist vielmehr ein Prozess, an dem alle Beteiligten wachsen und reifen, egal ob in ihrer Persönlichkeit oder ihrer Professionalität.


Dieses Projekt wurde gefördert durch die Kulturstiftung Sachsen und Landeshauptstadt Dresden